Quartiergeschichten - Zürich West im Jahr 2011
Die 18 Geschichten sind in der Gratiszeitung 20Minuten erschienen und auch als Booklet erhältlich.
Freier Fall.
... Die übrigen Häuser sehen aus wie Spielklötze. Ganz hinten liegt zwischen den verschwommenen, blauen Hügeln der Zürichsee. Die Menschen unten im Park sind kleine Punkte, die sich bewegen ...
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Halbe Hoffnung.
... Nur einer der Dozenten, der hat sie einfach angeschaut. Und ihre Blicke sind hängen geblieben, haben sich ineinander verfangen. Für kurze Zeit ...
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Anderer Abschied.
... Kathrin hat immer Kinder gewollt. Er nicht. Nun wird sie eines bekommen. Von einem anderen ...
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Stille Schwester.
... Dann ist es eine Weile still. Nicht, weil sie Hannah nichts mehr zu sagen hätte. Im Gegenteil. Sie stellt sich die Wörter vor, wie sie ihr quer im Hals stecken und allem, was hintendran kommt, den Weg versperren ...
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Kleine Katze.
... Laura denkt an die amerikanischen Filme, die man sich an einem regnerischen Sonntagnachmittag
anschaut, in denen genau solche Bauwerke einstürzen, weil jemand eine Bombe gezündet oder weil es ein Erdbeben gegeben hat.
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Geheime Gedanken.
... Sie schaut sich im Café um. Der Raum ist dreigeschossig. Unten sitzt das Publikum und trinkt Kaffee, die Bücher warten auf der Bühne auf Applaus und ganz oben, dort wo sie sitzen, hat es eine Galerie ...
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Hauchdünne Haut.
... Die Garderobe ist voll von sich aus- oder anziehenden Frauen, schwabbeligen
Oberarmen, festen Hintern, Hängebrüsten, Bikini-Streifen und Tattoos ...
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Kalte Kastanien.
... Ihre Oberfläche ist fein und glatt, die braune Haut leicht marmoriert. Unten hat es eine raue Fläche. Wie die Unterseite einer Hundepfote ...
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Leere Loft.
... Ausserdem kann er sich nicht vorstellen, einen Robidog-Beutel über die Hand zu streifen und nur von einem dünnen Plastik geschützt nach dem Kot zu greifen ...
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Schwindlige Schafe.
... Er dreht sich nach Caroline um, doch die ist bereits hinter ihrem Schreibtisch verschwunden, ihr Bauch wird von der Tischplatte verdeckt ...
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Schwangere Schlagzeile.
... «Haben Sie auch einen Mann dazu?», fragt die Alte, nachdem sie zuerst Carolines Bauch und dann ihre linke Hand gemustert hat. Caroline fährt mit dem Daumen zwischen Ring- und Mittelfinger ...
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Dunkler Dampf.
... Adelina versucht, sich in Luft aufzulösen. Aber es geht nicht. Sie öffnet in Gedanken eines der Ventile. Das rote. Stellt sich vor, wie der Dampf ausströmt. Alles zunebelt. Alle ertrinken lässt ...
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Rasche Rückkehr.
... Sie nickt und er setzt sich hin. Am liebsten hätte sie gesagt, nein, ich warte noch auf jemanden. Aber dann müsste sie bleiben, bis er wieder gegangen ist und das könnte dauern bei seiner Essgeschwindigkeit ...
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Weisse Watte.
... Weisser Nebel steigt aus dem Fluss empor, verflüchtigt sich im eisblauen Himmel. Von unten kommt immer wieder neuer nach. Wie wenn ihn das Wasser absondern würde ...
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Warmer Winter.
... Sie schaut sich um. Auch die Strassen sehen alle gleich aus, sind mit denselben Pfeilern umzäunt, die wie kleine Männchen aufgereiht hintereinander
stehen ...
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Falsche Vorstellung.
... Die Cobra macht vor dem Bahnhof eine enge Kurve, krümmt sich wie eine Schlange. Laura wird schwindlig. Beim Aussteigen merkt sie, wie ihre Knie nachgeben ...
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Harmlose Hotdogs.
... Laura fährt zum Picknickplatz, der aus zwei schweren Holztischen mit integrierten Bänken besteht, eilt ums Auto herum, öffnet die Hintertür. Jacqueline streckt den Kopf heraus und erbricht sich ins Gras ...
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Eigenwilliges Eis.
... Wie es wohl wäre, das Eis von unten anzuschauen? Sich unter die Eisschicht zu legen und den Himmel wie durch milchiges Glas zu sehen? ...
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